Schwachsichtigkeit beim Baby

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"Alles dran!" ist der freudige Ausspruch so mancher glücklicher Eltern, wenn sie ihr Baby zum ersten Mal sehen. Und wenn auch der Arzt zufrieden ist und das Kleine gut gedeiht, dann sind die Eltern beruhigt und freuen sich, dass ihr kleiner Liebling gesund ist. Eine mögliche Sehschwäche jedoch sieht man dem Baby nicht sofort an. Deswegen ist es wichtig, seine Augen schon möglichst früh untersuchen zu lassen.

Denn eines sollte man wissen: Bleibt eine Sehschwäche in den ersten Lebensjahren unerkannt, droht eine irreversible Beeinträchtigung der Sehkraft, im schlimmsten Fall sogar das Erblinden. Besonders bei familiärer Vorbelastung mit Schwachsichtigkeit sollten Eltern aufmerksam über den Sehsinn ihres Babys wachen.

Nicht immer ist die Schwachsichtigkeit klar zu erkennen

Manchmal weist ein leichtes Schielen oder eine Trübung der Linse darauf hin, dass mit dem Auge des Säuglings etwas nicht stimmt. Es gibt jedoch auch den häufigen Fall, dass man von außen gar nichts sieht. Deswegen sollten alle Babys im Alter von 6-8 Wochen von einem Augenarzt untersucht werden. Dieser wird erkennen, ob bei dem Baby eine Schwachsichtigkeit vorliegt oder nicht. Bereits ab einem Alter von 3 bis 4 Jahren können mit Kleinkindern Sehtests durchgeführt werden und auch diese Untersuchung sollte man pflichtbewusst wahrnehmen. Denn zu dem Zeitpunkt ist es noch früh genug, um die Schwachsichtigkeit zu beseitigen. Wartet man jedoch länger, droht das betroffene Auge dauerhaft schwach zu bleiben. Erst im Schulalter entdeckt, ist es meist zu spät, um eine Schwachsichtigkeit heilen zu können. Eine Amblyopie, wie die Schwachsichtigkeit in der Fachsprache heißt, ist eine meistens angeborene Sehschwäche von einem oder beiden Augen.

Die frühe Behandlung ist entscheidend für die Heilung der Schwachsichtigkeit

Neben anderen Ursachen kann diese Sehschwäche erblich bedingt sein oder spontan entstanden sein. Damit das Kind trotz eines unscharfen oder gar schielenden Auges klar sehen kann, reagiert das Gehirn auf eine besondere Weise: Es blendet das 'schlechte' Bild einfach aus. Doch dieses ist nur kurzfristig eine gute Lösung. Denn erstens fehlt dadurch das so wichtige dreidimensionale Sehen und zweitens wird auf diese Weise der Sehnerv des schlechten Auges immer schwächer. Denn auch Sehnerven brauchen Reize, um nicht zu verkümmern. Und genau hier setzt die Therapie gegen die Schwachsichtigkeit an. Manchmal sieht man kleine Kinder, die auf einem ihrer Augen ein großes Pflaster tragen. Das Auge unter dem Pflaster ist in so einem Fall das starke Auge. Das schwache, frei gelassene Auge wird so gezwungen, das Sehen zu übernehmen. Auf diese Weise trainiert, kann die Schwachsichtigkeit meistens völlig behoben werden und das Baby in späteren Jahren so scharf sehen wie alle anderen auch.